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Hunde machen Schule
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Hunde als Co-Pädagogen können viel bewegen:
Die hundetypische Komunikationsebene hat den Vorteil, dass Menschen/Kinder auf eine andere Art zu Dingen und Handlungen aufgefordert werden, als sie es von Lehrern und Therapeuten gewohnt sind. Ich möchte Ihnen an dieser Stelle einfach mal keinen pädagogisch wertvollen, wissenschaftlichen Bericht über den positiven Einfluß von Schulhunden zu lesen geben, sondern einfach ein Beispiel erzählen:
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In den Schuljahren 2008/09 und 2009/10 war ich mit zwei Projekten an einer örtlichen Schule tätig:
Georg-Kerschensteiner-Schule Schule für Lernhilfe, Erziehungshilfe und Kranke Sonderpädagogisches Förder- und Beratungszentrum des Landkreises Gießen in Biebertal
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Klasse H7 hatte im Schuljahr 2008/2009 besonderen Besuch!
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Immer wieder wird über "Schulhunde" berichtet, also Hunde, die regelmäßig eine Schulklasse besuchen und allein durch ihre Anwesenheit für ein gutes Arbeitsklima beitragen sollen. Die Klasse H7 hatte im vergangenen Schuljahr die besondere Gelegenheit, Schlittenhunde kennen- und verstehen zu lernen. Dafür bekam sie Besuch von Frau Petra Fleschen, "Musherin" und Heilerzieherin (www.dog-atventure.de), die einige ihrer Hunde mitbrachte. Die Schülerinnen und Schüler hatten so die Möglichkeit, den Umgang mit den beeindruckenden Hunden zu üben und viele Fragen zu stellen. Sie lernten viel über Abstammung, Verhalten, Biologie, Anatomie und Sinnesleistungen von Hunden. Außerdem konnten sie einige "Hundeberufe wie eben Schlittenhund oder Spürhund, Rettungshund usw. kennenlernen.
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Der Klasse ist besonders "Yuki" ans Herz gewachsen. Er hat uns am häufigsten besucht und hat von Anfang an engen Kontakt mit den Schülern gesucht, ohne die eher Zurückhaltenden zu überfordern. Leider wurde Yuki im letzten Halbjahr krank, so dass die Jugendlichen auch den aufmerksamen und toleranten Umgang mit einem gehandicapten Hund üben mussten. Yuki schaffte es schließlich, sogar die scheinbar sehr ängstlichen Schülerinnen und Schüler von sich zu überzeugen. Hoffentlich gibt es im neuen Schuljahr ein Wiedersehen! Oft fand die Klasse bei den Hunden Anknüpfungspunkte zu menschlichem Verhalten und so wurde auch häufig über den Umgang der Schüler untereinander gesprochen. Herr Bollmann hat besonders beobachtet, wie sich die Atmosphäre in der Klasse bei der Anwesenheit der Hunde veränderte. "Es war ausnahmslos so, dass die Jugendlichen während der Besuchsstunden besonders ruhig und aufmerksam waren. Plötzlich wurden auch die strengeren Regeln für die "Hundestunden" ohne Murren beachtet", stellte er mit einem Augenzwinkern fest. Frau Fleschen ist gerne in Klasse gekommen. "Und ich besuche die Schule bestimmt wieder. Auch mein Yuki war ja ganz aus dem Häuschen vor Freude, wenn er die Jugendlichen treffen durfte!" Andersherum war es genauso. Die Klasse fragte immer wieder: "Wann kommt denn Frau Fleschen wieder zu uns? Und welchen Hund bringt sie mit?"
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Dieser Phase folgte im Schuljahr 2009/10 ein Projekt in Form einer AG mit zunächst 9 Kindern:
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Schlittenhunde-Projekt an der Georg-Kerschensteiner-Schule
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Im ersten Moment fand mein Projekt regen Zulauf, es kamen 9 Kinder in die AG. Nachdem ich den Kindern erklärt hatte, was wir für die AG planen waren es dann nur noch 6 Kinder, nicht unerwartet. Die Teilnehmerzahl war gut und ermöglichte alles, was wir un vorgenommen hatten. Wir trafen uns einmal in der Woche am Nachmittag, mal im Klassenraum, mal draussen, je nach dem, was wir geplant hatten. Themen waren unter anderem: - Wichtige Regeln im Umgang mit Hunden - Schlittenhunde und ihre Geschichte - Schlittenhundesport heute - Hunde und ihre Arbeitsbereiche allgemein - Ausbildung von Schlittenhunden & Training - Equipment zum Schlittenhundesport - Fütterung & Pflege um nur einiges zu nennen. Natürlich haben wir so viel wie möglich aktiv mit den Hunden unternommen und auch bei den Theoriephasen war fast immer wenigstens ein Hund dabei.
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Im Herbst, als die Temperaturen erlaubten, die Hunde vor den Trainingswagen zu spannen, konnten wir unsere Trockenübungen aus der Theorie in die Praxis umsetzen: Die Hunde wässern, das Equipment zuordnen und richten, den Hunden die Zuggeschirre anziehen, jeden Hund auf seine Position im Team führen und einspannen. Die Disziplin der Kinder, die Gruppendynamik, die Konzentration im allem, die Teamarbeit (Hast du alles?) haben mir fast Tränen (der Begeisterung!) in die Augen getrieben ...
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Herbst / Winter
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Irgendwann war es für das Fahren dann zu warm und die Hunde brauchten entsprechend andere Beschäftigung. Wir machten lange und spannende Spaziergänge, Spiele mit den Hunden, kümmerten uns um die Pflege. Oder es wurde einfach mal nur extrem gekuschelt:
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Frühjahr / Sommer
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Auch ein Ausflug zu den Vorfahren unserer Hunde stand auf dem Programm: Eine Fahrt in den Tierpark Sababurg zu den Wölfen:
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Es gestaltete sich als völlig unproblematisch allein mit einer Gruppe von 6 Kindern eine solch lange Fahrt zu unternehmen und sie durch den Park zu führen. Vorher besprochene Regeln wurden ohne Diskussionen eingehalten und meine Kinder haben sich vorbildlich benommen! Wir danken dem Tierpark Sababurg für seine Kooperation mit uns herzlich.
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